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Rum - eine karibische Entdeckungsreise - Nachlese zur Verkostung im Feber 2012
1890 gründete Francisco Alfredo Pellas die San Antonio Sugar Mill mit angeschlossener Brennerei. 1937 nahm diese unter dem Namen Compania Licorera de Nicaragua die kommerzielle Rumproduktion auf. Der Firmensitz ist in Managua, die eigentliche Destillerie liegt rund 120 km nordwestlich davon
in Chichigalpa. Da sie die einzige Brennerei Nicaraguas ist, werden hier alle Rums des Landes
produziert. Zu den Marken gehören unter anderem Flor de Caña, Mombacho, sowie Zapatera.
Die Lagerhäuser der Compania gehören zu den größten Schatztruhen der Welt für Melasse-Rums.
Aromen von Kaffee und Schokolade, feine Kräuterwürze.
| Concepcion Gran Reserve 1990, 40% |
70cl |
Phraya – ausgesprochen prai-ah – bedeutet „von höherem Rang“. Dieser Name spiegelt
die Philosophie der Destillerie wider, welche nur die besten Fässer zum Blenden ihrer Rums verwendet. Die Brennerei liegt in der Provinz Nakhon Pathom in Zentralthailand, wo schon
seit dem 18. Jahrhundert Zuckerrohr angebaut wird. Um die Lagerung in diesem schwül-heissen Klima zu ermöglichen, wird der Rum nach einem speziellen Verfahren gelagert - bei dieser so genannten Deep Maturation lagern die Fässer über kalten Lagunen, die den Reifeprozess erfolgreich verlangsamen. Das Ergebnis nach 7 bis 12 Jahren Fassreife ist ein sehr komplexer Rum
mit reichhaltigen Aromen.
Aromen von Kakao, Kirschen und süßem Tabak.
| Phraya Gold Rum, 40% |
70cl |
1908 errichtete Don José Varela Blanco die erste Zuckermühle in der jungen Republik Panama,
und 1935 begann der Betrieb mit der Produktion von Rum. Die Rums dieser Destillerie
werden zum Großteil aus Zuckerrohrsaft hergestellt, nur ein kleiner Teil Melasse wird beigefügt.
Dieser Stil ist für Panama durchaus typisch, er unterscheidet die Rums von denen
anderer karibischer Länder relativ stark. Die Destillate sind würzig-süß und verfügenüber eine dezent rauchige Note.
Aromen von Toffee, Kokosnuss und etwas Pfeffer.
| Abuelo, 12 Jahre, 40% |
70cl |
| QUORHUM, Dominikanische Republik |
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Die Keimzelle der Familie Oliver & Oliver, die diesen Rum herstellt, liegt in Zentralkuba.
Dort errichtete der Spanier Juanillo Oliver Mitte des 19. Jahrhunderts Plantagen für Tabak
und Zuckerrohr. Sehr bald gehörten auch Rum und Brandy zu seinen Produkten. Bereits um 1870 zählten die Rums der Familie zu den besten der Karibik. In den Jahren nach der Revolution
musste die Familie Oliver wie viele andere fliehen und verstreute sich über die ganze Welt.
Die Dominikanische Republik wurde als alternative Produktionsstätte ausgewählt, weil sie
aufgrund ihres Klimas Kuba sehr ähnlich ist. Eine Gruppe maestros roneros – kundige Leute
in der Kunst der Rumherstellung – wurden engagiert, und mit ihrer enormen Erfahrung
haben sie einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen des ehrgeizigen Projektes geleistet,
in der Dominikanischen Republik den alten kubanischen Rumstil wieder aufleben zu lassen.
In den frühen 1980er Jahren war es einem Familienmitglied der neuen Generation möglich,
nach Kuba zurückzukehren. In den Archiven fand er unter anderem Originalrezepte, die seine Vorfahren für die Rumproduktion benutzt hatten.
Dezente Holzwürze, Noten von Rosinen und Toffee.
| Quorhum, Solera 9 Jahre, 40% |
70cl |
Intensive Süße, Nuancen von Zitrusfrüchten und Vanille. Quorhum, Solera 23 Jahre, 40% |
70cl |
Als die Franzosen im 18. Jahrhundert die Insel beherrschten, führten sie das Zuckerrohr
als Nutzpflanze ein. Bald darauf begann die Rumproduktion, die bis heute einen bedeutenden Industriezweig darstellt, obwohl von den ursprünglichen 37 Destillerien nur mehr 4 in Betrieb sind.
Wie der Rhum agricole in den französischen Überseegebieten wird für den Arcane Extraroma ausschließlich frischer Zuckerrohrsaft verwendet. Der Rum reift für 12 Jahre in einem Solera-System.
Intensiv fruchtige Aromen von Banane, Kakao und Kokos.
| Arcane Extraroma Grand Amber Rum, 12 Jahre, 40% |
70cl |
1826 entstand auf dieser Guadeloupe vorgelagerten Insel aus einer ehemaligen Kaffeeplantage
eine Zuckerfabrik. Die heutige Destillerie wurde 1929 gegründet. Damals konnte aufgrund
der spärlichen technischen Voraussetzungen nur sehr wenig Rhum produziert werden.
Heute ist Bielle die größte der drei Destillerien der Insel. Ihr Besitzer Dominique Thiery wanderte
1970 aus Marseilles ein und begann auf traditionelle Weise Rhum zu produzieren.
Florale Noten, etwas Veilchen und Zitrusfrüchte.
| Bielle Rhum Vieux agricole, 2006, 5 Jahre, 42% |
50cl |
Die ersten Siedler kamen Mitte des 17. Jahrhunderts nach Martinique. Sie kamen
mit Zuckerrohrsetzlingen aus St. Kitts, wo der Anbau der wertvollen Feldfrucht bereits etabliert war.
1694 traf hier der Dominikanerpriester Jean-Baptiste Labat ein – sein Schiff beladen
mit den modernsten technischen Geräten, bestimmt zur Destillation von Alkohol,
der im ansässigen Armenspital gebraucht wurde. Dies war ein Wendepunkt für die Rhumproduktion auf den französischen Inseln. Labat revolutionierte die Rhumbereitung und brachte ihr
einen ungeahnten Aufschwung. Viele der heutigen Destillerien auf den französischen Inseln
verdanken ihren Erfolg Père Labat. Von den ursprünglich 500 registrierten Destillerien auf Martinique sind heute nur mehr 9 übrig. Für die Rhums aus Martinique gibt es ein umfangreiches
Klassifizierungs-System ähnlich wie in vielen Weinanbaugebieten - die AOC Martinique.
Alle seit 1997 abgefüllten Rhums müssen diese Bezeichnung führen.
Die Habitation Clement wurde 1770 gegründet und war bis 1988 in Betrieb. Heute werden ihre Rhums von der unweit gelegenen Destillerie Simon gebrannt - Lagerung und Abfüllung finden aber
nach wie vor auf dem Anwesen statt.
Würzige Noten von gerösteten Nüssen, Rosinen und süßem Karamell.
| Clement Single Cask Unchillfiltered, 47,6% |
50cl |
Dezente Noten von Zitrusfrüchten und frischem Gras, Anis, enorme Dichte. Clement Canne Bleue 2010, 50% |
70cl |
Berry Brothers & Rudd ist der älteste Wein- und Spirituosenhändler Großbritanniens.
Das Unternehmen vertreibt noch heute seine Produkte im selben Laden wie bei der Eröffnung 1698. Zunächst wurden Tee, Kaffee und exotische Gewürze verkauft, später kamen exklusive Weine
und Whiskies dazu. Unter König George III wurde das Unternehmen zum königlichen Hoflieferanten
für Wein und Spirituosen ernannt.
Berry Brothers agieren auch als unabhängiger Abfüller – sowohl für Whisky als auch für Rum.
Der Rum aus Fiji ist der exotischste der Abfüllungen der Berry Brothers. Auf den Fijis gab es
immer schon wild wachsendes Zuckerrohr, seine Nutzung begann allerdings erst um 1870,
als die Baumwollpreise fielen und man eine neue wirtschaftliche Einnahmequelle erschließen musste.
Nuancen von tropischen Früchten, Kokosmilch und Toffee.
| Berry’s Own Finest Fijian Rum, 9 Jahre, 46% |
70cl |
Auf Ihren Besuch freut sich
Ihr Team der Vinothek St. Stephan
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